Dienstag, 21. Juni 2016

USA bereitet in Eritrea (Afrikas Kuba) Regimechange wie in Libyen vor (UPDATE)


Hier lege ich ein paar Videos dazu, die viele Aspekte, die im untenstehenden Artikel angesprochen werden, näher erläutern. Besonderes Gewicht wird auf Interviews mit Ausländern gelegt, die ihre Eindrücke wiedergeben. Man merkt die Fassungslosigkeit, Feiern mit einer halben Million Menschen zu erleben ohne Polizei, ohne Militär, "ohne den geringsten Zwischenfall", wie ein Besucher mehrmals betont. Eine Besonderheit ist auch, dass die Eritreer, die im Ausland arbeiten (müssen, was von allen zugegeben wird, dass Eritrea noch nicht so weit ist, für alle Arbeit zu haben), ebenso die National
Feiertage mit Begeisterung und großem Aufwand feiern. Video eins zeigt den Kampf gegen die Lügen; in  Video zwei sagen Eritreer, warum sie gestern wieder nach Genf gefahren sind, um gegen die Lügen der US/UN aufzutreten; Video drei zeigt Eritreas Sieg vor 25 Jahren und die Errungenschaften und Video vier die Proteste in Genf im vorigen Jahr.


Glen Ford
18. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Eritrea mit der langen feindlichen Grenze zu Äthiopien
Die USA bereiten methodisch eine sogenannte „humanitäre“ Militärintervention gegen das kleine nordöstliche afrikanische Land Eritrea vor unter Vorwänden ganz ähnlich denen, die zur Rechtfertigung von NATOs Krieg für Regimechange in Libyen 2011 benutzt wurden. Wie damals haben die USA den Menschenrechts-Apparat der Vereinten Nationen gekapert, um eine „Verantwortung zum Schutz“ (R2P) von Eritreas Bürgern vor angeblichen Übergriffen ihrer eigenen Regierung behaupten zu können. Krieg und Regimechange sind das beabsichtigte Ergebnis.

Washington hat UN-Sanktionen gegen Eritrea manipuliert, die 2009 begannen, unter dem offen erfundenen Anklage, dass Eritrea entschieden säkulare Regierung „politische, finanzielle und logistische Hilfe“ an die islamistischen Shabaab-Kämpfer in Somalia liefert. Islamischer Dschihadismus ist Anathema in Eritrea, dessen Bevölkerung von 6 Millionen an der Küste des Roten Meeres zu gelichen Teilen aus Moslems und Christen besteht. Aber wenig Leute in den USA wissen, dass es Eritrea gibt und noch weniger wissen etwas über seine säkulare, revolutionäre Geschichte und Politik. Die Lügen bleiben so wie die Sanktionen, obwohl der UN-Menschen-Rechtsrat zugab, dass es keine Beweise von Hilfe für den Shabaab gibt.
Die "versklavten" Frauen und Männer beim Wehrdienst

Ein 3-Personen-Panel der UNO behauptet jetzt, dass Eritrea ein gesetzloser Staat sei, der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen habe, 400 000 Menschen versklave und Mord, Vergewaltigung und Folter begehe sowie Menschen verschwinden lasse. Mark Smith, der australische Vorsitzende der UN-Kommission zur Untersuchung der Menschenrechte in Eritrea, verlangt, dass Eritrea vor das Internationale Strafgericht gestellt werde – das seit 2002 nur Afrikaner verurteilt hat – aber nur solche, die gegen die US- Politik sind. Smith hat die gesetzliche Grundlage für den Sturz der eritreischen Regierung gelegt.

„Es gibt keine echte Chance des eritreischen Rechtssystems, Straftäter in fairer und transparenter Weise zu verurteilen. Die Täter dieser Verbrechen müssen vor Gericht und die Stimmen der Opfer gehört werden. Die internationale Gemeinschaft sollte Schritte unternehmen, einschließlich den ICC, nationale Gerichte und andere vorhandene Mechanismen, um sicherzustellen, dass sie für die verübten Gräuel in Eritrea zur Verantwortung gezogen werden.“

„Die UN-Kommission fordert, dass Eritrea vor dem ICC sich verantworten muss, eine Einrichtung, die nur Afrikaner verurteilt hat.“

Im Februar 2011 verwies der UN-Sicherheitsrat, geführt von den USA, England und Frankreich, den Fall gegen Libyen an den ICC, um einen strafrechtlichen Grund für den Angriff auf Libyen gegen Gaddafis Regierung zu liefern, der bereits im Gange war. Diesmal hat Washington die UN-Marionetten instruiert, „humanitäre“ legale Vorwände im voraus für eine Angriff auf Eritrea zu liefern. Die amerikanische Dämonisierungskampagne ist auf zwei großen Lügen aufgebaut: erstens, dass Eritreas System des Wehrdienstes – was das Recht aller Länder ist - „Sklaverei“ bedeutet; und zweitens: dass die heimische Unterdrückung in Eritrea die größte Quelle von afrikanische Flüchtlingen nach Europa ist und das winzige Eritrea für mehr Emigranten verantwortlich ist als jedes andere Land außer dem kriegszerstörten Syrien.

Der Wehrdienst in Eritrea, wie in vielen anderen Ländern, umfasst nicht nur militärischen Dienst an der Front mit Äthiopien – das immer noch Teile Eritreas besetzt hält, trotz des Urteils eines internationalen Schiedsgerichts – sondern auch Arbeit an öffentlichen Projekten sowie Dienst im Gesundheitssystem und der Erziehungs-Infrastruktur. (Die meisten Lehrer in Eritrea sind z. B. Leute vom Wehrdienst.) Viele Leute würden das als Sozialismus oder Nationalen Aufbau bezeichnen – wie die Eritreer es sehen.

Die Eritreer verteidigen den erweiterten Wehrdienst aus Nowendigkeit; sie zitieren die existentielle Bedrohung durch die äthiopische Armee, die von Washington gepäppelt wird. Die ökonomischen Sanktionen machten es notwendig, die Bevölkerung zu mobilisieren, um die eigenen nationalen Ressourcen zu entwickeln.

Jedoch ist die Eigenverantwortung auch ein Eckstein der heimischen Entwicklungspolitik; sie wird als zentral für die Aufrechterhaltung wahrer nationaler Souveränität und Unabhängigkeit angesehen. Eritrea verwirft ausländische „Hilfe“ und Verwicklungen mit dem internationalen Kapital; es ist eins von nur zwei Ländern in Afrika, die keine Verbindungen mit AFRICOM, dem US- Militärkommando auf dem Kontinent haben (Simbabwe ist das zweite).

„Es ist verrückt zu glauben, dass das kleine Eritrea mit nur 6 Millionen mehr Flüchlinge produziert als das benachbarte Äthiopien, eins der ärmsten Länder der Welt mit einer 15 X größeren Bevölkerung.“

Eritreas wütende Unabhängigkeit hat es ins Fadenkreuz des Imperialismus gebracht. Eritrea ist „Afrikas Kuba“ - und die USA behandeln es entsprechend. In der Tat ist die zweite große Lüge – dass Eritrea der zweitgrößte Lieferant von Flüchtlingen sei, die Leib und Leben riskieren, um nach Europa zu kommen – direkt mit Europas Immigrations-Politik verknüpft, die ihm von den USA aufgezwungen wurde und Eritrea in eine ähnliche Lage wie Kuba brachte.

Es ist wahnsinnig zu glauben, dass das kleine Eritrea mit nur 6 Millionen Menschen mehr Flüchtlinge in Bewegung setzte als Äthiopien, eins der ärmsten Länder der Welt und obendrein in Griff einer verheerenden Dürre mit einer 15-fach größeren Bevölkerung; oder der benachbarte Sudan, auch furchtbar arm und von mehreren Kriegen erschöpft mit 40 Millionen Menschen. In der Tat behaupten Wirtschafts-, politische und Kriegsflüchtlinge aus ganz Afrika, dass sie Eritreer seien, weil, anders als irgendein afrikanisches Land, eritreiische Flüchtlinge einen Sonderstatus bei ihrer Ankunft in Europa als präsumptive politische Flüchtlinge erhalten, da sie angeblich  Folter zu befürchten haben, wenn sie nachhause zurück kehren. Wie mit der US-Kuba-Politik sollte die eritreische Ausnahme das Land schwächen und destabilisieren durch brain-drain und Arbeits-drain (Entziehung von Intelligenz und kräftigen Arbeitern). Unvermeidlich jedoch, hat diese Politik dazu geführt, dass eritreische ID-Papiere die best verkäufliche Ware in den Straßen von Khartoum und anderen Flüchtlings-Treffpunkten sind. Europa und Israel werden von falschen Eritreern überschwemmt, auf der Flucht vor verschiedenen militärischen, politischen und ökonomischen Katastrophen. Der Grund ist bei den meisten die EU-US-Destabilisierungspolitik und das Rasen der globalen Kapitalisten in den Abgrund.

Wirtschafts-, politische und Kriegsflüchtlinge aus ganz Afrika behaupten, Eritreer zu sein.“

Äthiopier gehen ohne weiteres als Eritreer durch, da Millionen von ihnen denselben ethnischen Hintergurnd haben. Etwa die Hälfte der Eritreer sind Tigray, eine ethnische Gruppe, die die viert-größte in Äthiopien ist und die herrschende Partei dominiert. Der australische Botschafter in Äthiopien, Andreas Melan, schätzte im vorigen Jahr, dass „unter den tausenden eritreischen Flüchtlingen in Europa, 30 bis 40 Prozent Äthiopier sind“. Das ist eher eine Unterschätzung. Und noch viel mehr „Eritreer“ kommen in Wirklichkeit aus ganz Afrika bis weit aus dem Westen.

Der eritreische Botschafter in Israel glaubt, dass Äthiopier die Hälfte der Eritreer ausmachen, die um Asyl in jenem Land nachsuchen. „Sie wissen, dass Eritreer automatisch ein sechs-Monats-Visum erhalten, deswegen sagen sie, dass sie Eritreer seien,“ sagte der Botschafter.

Der eritreische Flüchtlings-Betrug ist ein offenes Geheimnis in ganz Europa und auch bei den US- und EU-Regierungen. Die Große Lüge wird aufrechterhalten, um imperialen Zwecken zu dienen und wird jetzt dazu verwendet, einen bewaffneten Angriff auf Eritrea zu führen weil er angeblich ein Massenversklavungs- und Schurkenstaat ist. Die UN-Kommission wird ihre gefälschte Untersuchung dem Menschenrechtsrat am 21. Juni vorlegen, womit der imperiale Lynchmob in Bewegung gesetzt wird.

Eritrea kann keine faire Anhörung im UN-Apparat erhalten, weil er aus US-Marionetten besteht. Wie die eritreische Regierung in ihrer vorläufigen Antwort auf die Anklagen der UN-Kommission erklärte:

„Die Ziele des Wehrdienstes in Eritrea werden deutlich erklärt in einer legalen Proklamation von 1994 und sind dreierlei: nationale Verteidigung, ökonomische und soziale Entwicklung und nationale Integration. Der Dienst ist nicht unbegrenzt, sondern für einen bestimmten Zeitraum und wird manchmal verlängert wegen der bereits erklärten existentiellen Kriegsdrohungen.“

Die Kommission basierte ihre Ergebnisse auf Zeugenaussagen von etwa 800 (angeblichen) Eritreern, die in verschiedenen ausländischen Städten interviewt wurden, während die Petition von 42000 Eritreern im Ausland an die UNO zur Aufhebung der Sanktionen gegen ihre Heimat, ignoriert wurde.

Der UN-Panel ignoriert auch, was „tatsächlich ein fortwährender Kriegszustand mit Äthiopien ist, die illegale Ockupation eritreischen Territoriums, was eine flagrante Verletzung der Menschenrechte ist, wiederholte bewaffnete Aggression, Sanktionen und eine falsche Politik, die fast alle eritreischen Asyl-Suchenden betrifft,“ sagte der Sprecher der eritreischen Regierung Yemane Gebreab. Das ist die diplomatische Weise, es darzustellen. Indem die Kommission den Fall an den ICC übergibt und implizit mit militärischen Aktionen droht, ist sie zum Kriegshetzer geworden.

Am Montag berichtete die New York Times, dass tausende äthiopische und eritreische Truppen an die umstrittene Grenze eilten, wo schwere Artillerie-Gefechte stattfinden. Die Times zitierte einen eritreischen Dissidenten, der in Schweden lebt als Experte des Augenblicks. „Wenn es Krieg gibt oder das Gerücht von einem Krieg, könnte es ein Weg für die eritreische Regierung sein, Hilfe zu bekommen und die Aufmerksamkeit ablenken,“ sagte der Dissident. Die Zeitung gab auch eine Twitter Botschaft eines eritreischen Amerikaners weiter aus der Hauptstadt seines Landes: „Hier in Asmara ist es friedlich trotz #Ethiopian Attacks gegen #Eritrea an der Tsorona Front. Und ihr fragt euch, warum es einen nationalen Wehrdienst gibt.“

Präsident Obama scheint zu beabsichtigen, seine imperialen Vermächtnis einen Krieg #8 hinzuzufügen.

Kommentare:

  1. Dass dem Marionetten-Regime der V.S, alles zuzutrauen ist, da gibt es keine zwei Meinungen, doch auch dessen Zeit wird ablaufen.
    Eins weiß ich jedoch aus sicherer Quelle: Nach dem 30 jährigem Krieg mit Äthiopien um Eritreas Unabhängigkeit besteht in Eritrea eine lebenslange Wehrpflicht.
    Aus diesem Grund flüchten sehr viele junge Eritreer aus ihrer Heimat.
    Die Asylanträge der eritreischen Flüchtlinge werden meines Wissens in der BRD bewilligt.

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    1. Zu "sehr viele" hier müsste man erst diejenigen Migranten abziehen, die nicht Eritreer sind und sich als Eritreer ausgeben, d. h. ca. 50%. Die Gründe warum Eritreer das Land verlassen ist wie bei vielen anderen Menschen aus armen Ländern auch, wegen Arbeit. Hinzu kommt, dass die Menschen mit Aussicht auf Arbeit und Studium, etc. gelockt wurden/werden und dies natürlich auch ein Push-Faktor war. Der verstorbene äthiopische Ministerpräsident, Meles Zenawi, sagte mal sowas ähnliches wie, "wir müssen keine einzige Munition abschießen, sondern nur ein Lager in Äthiopien einrichten und die jungen Menschen mit Aussicht auf Visum (für Arbeit und Studium) von der eritreischen Regierung weglocken". In den Jahren 1998-2000 fand ja ein Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea statt. Äthiopien wollte da Eritrea einnehmen, aber musste herbe Verluste hinnehmen. Und das Lager in Äthiopien wird auch nicht von UNHCR kontrolliert sondern nur von Äthiopien. Aus Berichten von Eritreern die dort ankamen, weiß man, dass es auch dazu kam, dass denen die eritreische ID-Card abgenommen wurde und an z.B. Tigray (Äthiopier) weitergereicht wurde oder sogar einige ID-Cards mehrmals kopiert und ausgestellt wurden. So, und Schleuser verstehen natürlich auch ihr Handwerk und geben den anderen Afrikanern natürlich den Tipp, sich als Eritreer auszugeben, um garantiert Asyl zu erhalten. Die BRD bewilligt Asyl, wie auch andere westliche Staaten, weil sie nach dem Diktat der USA leben. Und eine Wehrpflicht in Eritrea ist notwendig, da das Land sich verteidigen muss. Während Äthiopien finanziell und militärisch vom Westen versorgt wird (zwar für den Terror gedacht, aber auch gegen Eritrea einsetzt) steht Eritrea alleine dar. Vielleicht kann man verstehen, das Eritrea die Wehrpflicht vorerst nicht abschaffen kann. Übrigens, erst vor kurzem hat Äthiopien Eritrea angegriffen, am 12.Juni 2016. Äthiopien, das Land, das die Welt um Geld für seine hungernde Bevölkerung bittet, aber gleichzeitig Geld hat, um ein anderes Land anzugreifen. Es hat auch Geld um eritreische Oppositionen zu finanzieren. Diese Oppositionen machen mit Äthiopien gemeinsame Sache. Diese ganzen Lügen kommen von da. Die Medien fallen darauf rein und wenn Journalisten nicht in der Lage sind zu recherchieren, erhält man am Schluss nur einseitige Berichterstattung. Auf dieser Grundlage bilden sich dann die Menschen im Westen und sonst wo auf der Welt ihre Meinung.

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  2. Wenn es um den Schutz des Volkes geht, müssten die Amis schon lange in Deutschland gegen Merkel tätig sein. ALSO wieder nur eine dreckige große Lüge

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  3. Ich finde es doch sehr gewagt Eritrea mit Kuba zu vergleichen.

    Die Eritreische Regierung treibt z.B. bei Asylanten in der Schweiz Steuern ein; d.h. die Regierung bereichert sich an unserem Sozialstaat (das ist keine Vermutung sondern eine Tatsache die auch der Eritreische Honorarkonsul bestätigt, jedoch heruntergespielt, hat).

    Dieses Regime, dass junge Männer und auch Frauen zu unbefristetem Wehrdienst zwingt mit Castros Kuba nach Batistas Regime zu vergleichen finde ich geschmacklos gegenüber der grossen kubanischen Revolution.

    Dass wir auch über Eritrea belogen und manipuliert werden, davon bin ich jedoch auch überzeugt.

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    1. Die Frage Ist nur Was wissen sie über die Kubanische Revolution und was Wissen sie Über die Eritreiesche Revolution ???
      Im gegensatz zur Kubanischen Revolution ist die Eritreische Revolution immer Unabhäging geblieben. und das ist gerade das Problem was Eritrea hat keine Große Verbündete die Veto Einlegen !!!

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    2. Die eritreische Regierung bereichert sich sicherlich nicht an Ihrem Sozialstaat, da die Aufbausteuer von Eritreern mit Einnahmen, also Berufstätige gefordert wird und nicht von Menschen die keine Arbeit oder Einkommen haben. Und wenn ein berufstätiger Eritreer oder eine Eritreerin mit ihrem verdienten Geld, mit einer 2% Steuer ihr Herkunftsland unterstützen möchten, weshalb sollte dies ein Problem sein? Das Gehalt wird ja vom Arbeitgeber bezahlt und nicht vom Sozialstaat.
      Aber auch hier haben die Menschen keine Ahnung um was es wirklich geht.
      Die Aufbausteuer kam damals, ich glaube nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges (1991), von den im Ausland lebenden Eritreern zustande. Die Eritreer fragten die Regierung was sie tun können, um das Land von hier aus (also vom Ausland aus) zu unterstützen und so hat man sich auf eine Aufbausteuer geeinigt.
      Die eritreische Regierung treibt die Steuer nicht ein, sondern die Eritreer selbst zahlen das Geld ein. Und wenn man nicht gezahlt hat, passiert einem auch nichts. Man kommt nicht ins Gefängnis oder es fallen auch keine Mahnkosten an, wie z.B. die US-Steuer, die die USA von ihren im Ausland lebenden Landsleuten verlangt, aber da regt sich niemand auf. Schon komisch was.
      So, warum ist es also mit der 2% Aufbausteuer für Eritrea ein Problem? Hier muss man auch wissen, das Äthiopien dahinter steckt. Es geht und ging darum, das Eritrea nicht wirtschaftlich auf die Beine kommen soll, da es sonst schwieriger sein wird es wieder einzunehmen bzw. zu kontrollieren. Äthiopien ist eine US-Marionette und Äthiopien will den Zugang zum Meer und Asmara (Eritrea) kontrollieren. Nur hat sich Eritrea die Unabhängigkeit erkämpft (auch damals wurde Äthiopien von allen Seiten unterstützt). Und unabhängig bedeutet auch unabhängig von Äthiopien (wirtschaftlich und politisch).
      Äthiopien hat damals mit Hilfe der USA (Susan Rice & Co.) sich vorgenommen, die 2% eritreische Aufbausteuer ins Visier zu nehmen, damit der eritreischen Regierung diese Einnahmen entgehen, um so Eritrea wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Den Eritreern im Ausland wurde es schwer gemacht, diese Aufbausteuer in den eritreischen Botschaften zahlen zu können (z.B. der eritreische Botschafter in Kanada wurde des Landes verwiesen, aber mit dem Eintreiben der US-Steuer durch die USA hatte Kanada kein Problem).
      Dies gehört, wie viele andere Diffamierung- und Sabotageaktionen, die direkt oder indirekt von Äthiopien und den USA geführt werden, um Eritrea zu Schaden. Und die eritreische Regierung bzw. der Präsident ist auch kein Diktator. Die Menschen auf der Welt wissen nur wenig oder überhaupt nichts über das Land, den Unabhängigkeitskrieg und wie es wirklich in Eritrea aussieht, wie die Menschen miteinander umgehen.

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    3. "Dieses Regime, dass junge Männer und auch Frauen zu unbefristetem Wehrdienst zwingt..."
      Es ist die Situation mit Äthiopien, die den Wehrdienst verlängert.
      Äthiopien besetzt eritreisches Territorium und griff Eritrea in der Vergangenheit mehrmals an. Aber glauben Sie, die USA, die UN oder sonstige westliche Staaten verurteilen dies scharf und sind für Sanktionen gegen Äthiopien? Nein, im Gegenteil. Es wird klein geredet und die USA blocken alles. Äthiopien darf quasi alles machen. In den Medien wird es als das Land mit den hungernden Menschen, etc. dargestellt, aber die Verbrechen, die die äthiopische Regierung begangen hat und immer noch begeht, diese werden in den Mainstreammedien nicht gezeigt.
      Dann haben im Unabhängigkeitskrieg auch Frauen gekämpft und der Wehrdienst gilt für beide Geschlechter. Also, wieso sollte es ein Problem sein, wenn auch Frauen den Wehrdienst absolvieren müssen? In Eritrea wird auf Gleichberechtigung der Geschlechter wertgelegt und darauf hingearbeitet.

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    4. Die Antworten hier auf die Lügen der US-Propaganda sind sehr gut. Im übrigen sind Frauen an Revolutionen immer beteiligt gewesen und besonders an der Verteidigung ihres Mutter/Vaterlandes. Das haben wir jetzt gerade in Kobani gesehen, wo Frauen heldenhaft kämpften und immer noch ihre kurdische Heimat gegen die ISIS verteidigen.

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  4. Hier ein Link zu einem Interessanten Interview mit einem italienischen Journalisten Namens Fulvio Grimaldi.
    http://www.shabait.com/articles/q-a-a/21744-on-foot-with-one-camel-from-1971-up-to-now-

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    1. Danke, ein wunderbarer Mensch und ein schönes Inerview. Und noch nie habe ich von ihm gehört.

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